Seitdem auch die Designer von Herrenmode wieder mehr Wert auf kleine Details und zur Mode gehörende Accessoires legen, ist der Manschettenknopf als eine der wenigen Möglichkeiten der Männerwelt, sich zu schmücken, in seinem Ansehen wieder gestiegen.
Die aktuelle Auswahl ist groß, ob ideenreich verspielt, in schlichter Eleganz aus hochwertigen Edelmetallen oder sogar mit Edelsteinen besetzt, jedem Geschmack wird Rechnung getragen. Grundsätzlich sollte aber die Wahl der Farbe, des Materials und Musters auf Uhrenarmband, Brillengestell und vor allem Krawatte abgestimmt werden!Manschettenknöpfe erfüllen neben dem Wunsch ihres Trägers, sich zu schmücken, natürlich auch einen Zweck: das Schließen der Umschlagmanschette, auch Doppelmanschette oder französische Manschette genannt. Diese elegante, aus einer doppelten Stofflage bestehende und zum Handgelenk umgeschlagene Manschette gehört untrennbar zu Hemden, die zum Smoking getragen werden. Ebenso können aber auch Hemden mit einlagigen Manschetten, den sogenannten Kombimanschetten, mit Manschettenknöpfen geschlossen werden.
Erstaunlich ist die Ideenvielfalt der von heutigen Topdesignern kreirten Manschettenknöpfe, die natürlich immer paarweise getragen werden sollten. Neben seiner Funktionalität gibt dieser Schmuck den Herren also auch die Möglichkeit, persönlichen Stil zu zeigen.
Waren diese damals meist aus Gold und Silber hergestellten und mit Diamanten besetzten Accessoires im 17. und 18. Jahrhundert noch den reichen Adelskreisen vorbehalten, eroberten die Manschettenknöpfe ab 1850 durch die Manufakturierung von Emailleknöpfen auch die Mittelschicht.
Als dann Ende des 19.Jahrhunderts der amerikanische Erfinder George Krementz die Massenproduktion von Manschettenknöpfen aus Stahl ermöglichte, war dem Siegeszug diese Herrenschmuckes nicht mehr Einhalt zu gebieten.